Krankheiten und andere Wehwehchen

Wenig erforscht

Über Krankheiten bei Achatschnecken ist so gut wie nichts bekannt. Aber einige Probleme, wie Gehäuseschäden oder Futterverweigerung lassen sich ergründen, bzw. lassen sich "reparieren". Hier findet ihr Infos zu Gehäuseschäden, Problemen bei der Futteraufnahme, Verletzungen beim Weichkörper etc..

Haltungsparameter überprüfen

Kommt es zu Verhaltensveränderungen sollte überprüft werden, ob die Luftfeuchte und Temperatur stimmen.Ist evtl. Schimmel im Becken vorhanden? Oder sind unerwünschte Mitbewohner unterwegs?

Meine Achatschnecke frisst nichts mehr...

Dies kann mehrere Gründe haben:

Ist das Futter der Schnecke bekannt?
Achatschnecken fressen zwar fast alles, es kommt jedoch oft vor, dass neues Futter erst mal links liegen gelassen wird. Es hat sich gezeigt, dass man dieses Futter mehrfach anbieten sollte und sich die Schnecken nach und nach darüber hermachen - meine mochten anfangs keine Tomaten! Und jetzt bleibt nichts mehr davon übrig!
Frisst die Schnecke schon länger nicht mehr?
Falls die Schnecke zwischendurch ein paar Tage nichts frisst, braucht man sich keine Sorgen machen. Dieses Verhalten ist normal. Frisst eine Schnecke jedoch wochenlang schon nichts mehr, kann sie krank sein. Man sollte ihr dann ihr Lieblingsfutter anbieten - direkt vor die "Nase" setzen, sie auch warm baden und beobachten, ob sich danach etwas tut. Zur Nahrungsaufnahme kann man Schnecken nicht zwingen.
Wie alt ist die Schnecke?
Ältere Tiere fressen bevor sie sterben meist weniger. Auch hier gilt: das Lieblingsfutter anbieten.

 

Gehäuseschäden

durch Abstürze:
Stürzt eine Schnecke im Terrarium oder Becken ab und landet ungünstig, kann es vorkommen, dass sie sich leichte bis schwere Gehäuseschäden zuzieht. Auch beim Herausnehmen ist deshalb Vorsicht geboten, dass die Schnecke nicht hinunterfällt. Kleinere Risse oder Löcher im Gehäuse kann die Schnecke ohne Probleme selbst reparieren. Wichtig ist, dass ihr immer genügend Kalk, in Form von Sepiaschale, angeboten wird. Wird der Wachstumsrand beschädigt, ist auch das in den meisten Fällen kein Problem - die Schnecke baut einfach wieder nach.
Bei größeren Schäden am Gehäuse, bei denen auch innere Organe verletzt wurden, stehen die Chancen, dass es die Schnecken überleben leider oft schlecht. Aber auch bei solchen Schäden kann/sollte man helfen, indem man das Loch oder den Riss mit Klarsichtfolie vorsichtig bedeckt und diese am restlichen Gehäuse festgeklebt. So verhindert man ein Austrocknen der Schnecke. Wichtig ist, dass das Klebeband nicht mit den Organen/dem Körper in Verbindung kommt! Absolut notwendig ist eine regelmäßige Kalkgabe, damit die Schnecke nach Möglichkeit selbst reparieren kann.
durch zu geringe Kalkzufuhr:
Bei zu geringer Gabe von Kalk, kann es dazu kommen, dass Schnecken anfangen an ihren eigenen Häuschen oder denen ihrer Artgenossen herumzuknabbern. Ein Verblassen des Gehäuses muss nicht immer auf zu wenig Kalk zurückgeführt werden, aber oft liegt hier die Ursache.

 

Wachstum

Wenn man ganze Gelege schlüpfen lässt, sind meist 1-2 Schnecken dabei, die einfach nicht wachsen wollen und klein bleiben. In freier Natur würden diese Schnecken nicht lange leben, aber bei den "guten" Bedingungen im Terrarium kommen sie nunmal durch - die natürliche Auslese kommt hier nicht so stark zum Tragen. Sie fressen auch normal, wie ihre Geschwister Kalk und anderes Futter. Zusätzliche Kalkgaben nützen meist nichts. Manche dieser Zwerge werden trotzdem sehr alt, andere sterben innerhalbe weniger Monate.

Wachsen jedoch mehrere Schnecken eines Geleges nicht, liegt es womöglich daran, dass Kalk zum Gehäusebau fehlt oder die Schnecken nicht genügend Mineralien übers Futter bekommen.

 

 

Weichkörper

Der Weichkörper wirkt schlaff
Normalerweise wirkt der Weichkörper einer Schnecke zwar "weich", aber doch sehr muskulös. Ein auch wenig-erfahrener Schneckenhalter wird den Unterschied schnell bemerken. Die Gründe hierfür sind entweder in der Haltung (zu wenig Futter, zu trocken) zu suchen, im Alter der Schnecke oder bei einer Krankheit (hierüber ist leider noch nicht sehr viel bekannt).
Verletzungen des Weichkörpers
Durch Verbrennungen oder scharfe Gegenstände kann der Weichkörper einer Schnecke verletzt werden. Viel kann man nicht tun, aber ein Bad in Kamillentee tut der verletzten Schnecke sehr gut und beruhigt die Wunde. Auch ist es sinnvoll bei einer größeren Verletzung die Schnecke seperat in ein kleineres Becken auf Küchenpapier o.Ä. setzen, damit kein Schmutz in die Wunde kommen kann. Die Schnecke behält meist eine helle Narbe zurück. Bei kleineren Verletzungen kann es sein, dass sich die Narben nach gewisser Zeit wieder "normale" Farbe annehmen.

 

Zurückziehen ins Gehäuse

Zieht sich eine Achatschnecke immer weiter in ihr Häuschen zurück, kann dies an den Haltungsbedingungen liegen. Eine Veränderung der Werte im Terrarium kann oft Abhilfe schaffen. Jedoch sterben die meisten Schnecken, die einmal angefangen haben sich zurückzuziehen, binnen mehrerer Wochen - so ergeht es jedenfalls den meisten Schneckenhaltern, die ich kenne.

 

Mantelkollaps

Der Mantel einer Schnecke schützt den Eingeweidesack im Inneren des Gehäuses vor Verdunstung. Immer wieder berichten Achatschneckenhalter von dem sogenannten Mantelkollaps. Hierbei löst sich der Mantel vom Gehäuse. Die betroffenen Schnecken haben große Mühe ihre Häuschen zu tragen und bewegen sich daher nur noch wenig. Auch das Zurückziehen des Weichkörpers ins Häuschen funktioniert meist nicht mehr.

Mögliche Ursachen
Bisher ist noch unklar, wie es zu diesen Vorfällen kommt. Es gibt mehrere Vermutungen hierzu: Hängt sich eine größere Schnecke an das Häuschen einer anderen, wird durch das Gewicht der Mantel verletzt. Altersschwäche (Muskelschwund) wäre ebenfalls denkbar.
Was tun?
Am besten setzt man die Schnecke in einen kleineren Behälter, damit sich andere nicht mehr an ihr Häuschen hängen können und sie selbst weniger Klettermöglichkeiten hat. Feuchtigkeit ist jetzt ganz wichtig, damit das Tier nicht austrocknet. Leider sind bisher die meisten Schnecken, die einen Mantelkollaps hatten, gestorben. Löst sich der Mantel nur wenig ab, haben die Schnecken eine größere Überlebenschance.